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Wakü-FAQ: Pumpenvarianten
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Geschrieben: 17.01.2008 um 21:59 von

DAS MK-WASSERKÜHLUNGS-FAQ





5.5) 12V-Pumpe oder 230V-Pumpe?
Seit langem gibt es, angeregt durch diverse Wasserkühlungshersteller, eine größere Auswahl an 12V-Kreiselpumpen speziell für PC-Wasserkühlungen. All diese Pumpen bieten den Vorteil, dass man sie an das PC-Netzteil anschließen kann und es dabei nicht notwendig ist ein separates 230V-Kabel aus dem PC zu führen. Daneben werden die Pumpen direkt mit dem PC geschaltet. Separates Ein/Ausschalten der Pumpe entfällt. Der Nachteil: Das Befüllen und Entlüften des Kreislaufes ist nur durch Überbrücken des Netzteils oder eine externe Stromversorgung möglich. (siehe Punkt 5.8)


5.6) 12V-Pumpen
Einige der inzwischen zahlreichen Vertreter der Gattung der 12V-Pumpen im Bild:



5.7) Welche 12V-Pumpe?
Der Markt bietet inzwischen recht viele 12V-Pumpen. Mit den folgenden kurzen Beschreibungen geben wir einen Überblick über die gebräuchlichsten Varianten:

Alphacool 12V-Pumpen:
Auf dem Markt sind seit längerer Zeit 12V-Varianten der Eheim 1046, sowie der Eheim Compact 600 und 1000 von der Firma Alphacool. Die Eheim Universalpumpe 1046-12Volt wird als Vollkeramikversion mit Keramikachse und Keramiklagerung gefertigt. Die Eheim Compact-12Volt wird ebenso wie die beiden 230V-Versionen in einem Plexiglasbehälter angeboten, der gleichzeitig den Ausgleichsbehälter darstellt. Zum Lieferumfang all dieser 12V-Pumpen gehört eine PCI-Slot-Karte. Die Buchse an der Rückseite der Karte ist für den Gebrauch der Pumpe ausserhalb des Gehäuses gedacht.
Die Leistungen und die Lautstärke dieser Pumpen sind ähnlich einzuschätzen wie die ihrer 230V-Verwandschaft.

AquaComputer Aquastream (alt):
Diese 12V-Pumpe wird nicht mehr produziert, findet sich aber häufig noch auf dem Gebrauchtmarkt und basiert auf der Eheim 1046. Die Abmessungen und Pumpenleistung entsprechen denen einer Eheim 1046 in der 230V-Variante. Über eine externe Steuerung-Platine samt Frontblende für einen 3,5" Laufwerksschacht wird ein Tachosignal erzeugt, welches an das Mainboard angeschlossen werden. So kann bei einem Ausfall der Pumpe der Rechner rechtzeitig abgeschaltet werden (passende BIOS-Einstellung vorausgesetzt).

AquaComputer Aquastream XT (Standard, Adcanced und Ultra):
Die Aquastream XT ist seit 2007 auf dem Markt und basiert bezüglich des wasserführenden Teils wie die Vorgänger-Pumpe auf der Eheim 1046. Die Pumpenelektronik wurde von der externen Platine jedoch auf eine Platine im hinteren Teil des Pumpengehäuses selbst verlagert und bietet je nach Firmware Variante (Standard, Advanced und Ultra) einen großen aber unterschiedlichen Funktionsumfang. Dieser reicht von einfachen Entlüftungsmodi und der Drehzahlregelung per Software bis zu einer integrierten temperaturabhängig regelbaren Lüftersteuerung, der Auswertung von externen Durchflusssensoren und der Messung der Wassertemperatur.
Die Leistungsfähigkeit der Pumpe ist durch einen großen Regelbereich gekennzeichnet. Bei höchster Drehzahl wird das Ur-Modell bei weitem übertrumpft. Maximale Förderhöhe und maximaler Durchsatz entsprechen fast denen einer Laing DDC-1T.
Alle Ausstattungs-Varianten unterscheiden sich nur durch die aufgespielte Firmware. Sie beinhalten jedoch alle die gleiche Hardware. Durch kostenpflichtige Upgrades können die günstigeren Varianten so in ihrer Funktionsvielfalt nachträglich bis zur höchsten Ausbaustufe erweitert werden.
Das Geräuschniveau lässt sich bei allen Varianten durch die eingebaute Drehzahlregelung von sehr leisem bis zu deutlich hörbarem Betrieb steuern.

Innovatek HPPS Plus:
Auch diese Pumpen basiert auf der Eheim 1046. Die HPPS Plus bietet mit 2,05mWs einen etwas höheren Wasserdruck als das Ur-Modell und übertrumpft bereits die Eheim 1048 (230V) in dieser Hinsicht.
Die Innovatek HPPS Plus besitzt, im Gegensatz zu ihrem Vorgängermodell aus dem Hause Innovatek, bei dem die 12V auf 230V hochtransformiert wurden, einen echten 12V-Antrieb. Außerdem kann sie in drei verschiedenen Modi betrieben werden: - Silent Modus/ - Power Modus/ - Normal Modus (Auslieferzustand). Eine stufenlose Drehzahlregelung wie bei der Aquastream XT ist jedoch nicht möglich.
Die Pumpe gilt besonders im Silent-Modus als äußerst leise.

Innovatek HPPS i:
Die HPPS i ist ebenfalls ein Eheim 1046-Derivat und kann laut Hersteller Wasserdrücke bis zu 3,10mWs erzeugen. Sie spielt damit bereits fast in einer Liga mit den stärksten Wasserpumpen für PC-Wasserkühlungen. Die Pumpe ist mikroprozessorgesteuert und findet ihren optimalen Arbeitspunkt, ähnlich wie z.B. die Aquastream XT im Automatik-Modus, selbstständig. Der Hersteller gibt an, dass diese Pumpe besonders zuverlässig arbeitet und auch mit häufigen Ein/Ausschaltzyklen gut zurecht kommt. In der Praxis ist das eher weniger relevant, aber für vorsichtige Gemüter eventuell ein Argument.
Je nach angeschlossenem Kühlkreislauf kann diese Pumpe recht leise arbeiten oder durchaus hörbar ihren Dienst verrichten.

Innovatek PCPS:
Auch die dritte Pumpe von Innovatek basiert auf der Eheim 1046. Sie unterscheidet sich dennoch erheblich von den beiden vorgenannten und wird deshalb ebenfalls separat aufgeführt. Wie die anderen Pumpen handelt es sich allerdings ebenfalls um eine direkt ans Netzteil anzuschließende 12V-Pumpe. Die Achse der Pumpe steht jedoch in normaler Einbaulage senkrecht und sie ist mit einem integrierten Ausgleichsbehälter ausgestattet. Diese Konfiguration lässt sich in engen Gehäusen oft platzsparend unterbringen und ein zusätzlicher Ausgleichsbehälter erübrigt sich. Die maximale Förderhöhe dieser Pumpe liegt mit 1,6mWs nur wenig über dem Niveau des Ur-Modells. Dies ist jedoch für die meisten Kreisläufe weit mehr als ausreichend. Zudem gilt diese Pumpe gemeinhin als eine der leisesten verfügbaren.

Laing DDC (-1T und -1Plus):
Die Laing DDC ist eine elektronisch kommutierte Kugelmotorpumpe die ursprünglich für wassergekühlte Serversysteme entwickelt wurde und mit 12V versorgt wird. Das einzig bewegliche Teil an einer Kugelmotorpumpe ist die sphärisch geformte Rotor-/Laufradeinheit, die sich auf einer ultraharten, verschleißfesten Keramik-Lagerkugel abstützt und von einem umlaufenden Magnetfeld angetrieben wird. Eine konventionelle Welle mit Lagern und Achshaltern ist nicht vorhanden. Das Lager ist selbstnachstellend und wird vom Fördermedium direkt geschmiert. Das Kugelmotorprinzip ermöglicht sehr hohe Leistungen bei verhältnismäßig sparsamem Betrieb. Förderleistung und Druck beider Varianten dieser Pumpe sind sehr hoch. Damit einher geht insbesondere bei Verwendung des Originaldeckels aber auch ein recht hohes Lautstärkeniveau. Mit speziellen Deckeln für diese Pumpen kann das Geräuschniveau aber zumindest bei der -1T Variante auf ein für viele als erträglich empfundenes Level gesenkt werden. Aufgrund der hohen Pumpleistung ist auch ein herunter regeln mittels geeigneter externer Steuerungen von Drittanbietern problemlos möglich. Dieses senkt das Geräuschniveau bei immer noch sehr guten Leistungen abermals.
Die -1Plus Variante der DDC ist in ihrer Lautstärke hingegen kaum effektiv zu bändigen, wenn sie nicht mindesten auf die Drehzahl der -1T Variante herunter geregelt wird. Außerdem ist ihre Verlustleistung mit 18W recht hoch. Dies kann zu Überhitzungen führen, wenn die Pumpe z.B. auf einer Entkopplungsmatte betrieben wird.

Jingway DP-400, DP-600, DP-600P und DP1200:
Die unterschiedlichen Varianten dieser Pumpen werden in Europa nicht unter dem Namen des Herstellers sondern nur unter den Markennamen verschiedener Firmen der Wasserkühlungsbranche vertreiben (z.B. Phobya, EK WaterBlocks, DangerDen etc.). Es handelt sich um reine 12V-Pumpen, welche sich durch verhältnismäßig niedrige Preise und adapterlose Verwendung von G1/4"-Anschlüssen auszeichnen.
Die Leistungen liegen je nach Variante im Mittelfeld der bereits genannten 12V-Pumpen. Lediglich die kaum beschaffbare DP1200 Version erreicht sehr hohen Wasserdrücke, gilt aber auch als recht laut. Über die Lautstärke der anderen Varianten ist sich die Fachwelt uneins, da scheinbar viele dieser Pumpen durch starke Vibrationen auffallen aber andererseits auch viele Nutzer über ein angenehmes oder sehr leises Betriebsgeräusch berichten.

Oase 12V-Pumpen:
Von diesen Pumpen gibt es drei verschiedene Ausführungen, mit 700 l/h, mit 900 l/h und mit 1500 l/h maximalem Durchsatz bei freiem Auslauf. Im Gegensatz zu vielen anderen 12V-Pumpen handelt es sich bei diesen Pumpen um echte 12V-Gleichstrompumpen, wodurch sich das Pumpenflügelrad nur in eine Richtung drehen kann und deswegen zu einer Art Schaufel optimiert wurde. So erreichen die Pumpen eine höhere Förderleistung und Förderhöhe. Das Geräuschniveau der Pumpen ist je nach Variante unterschiedlich. Die größte Varianten gilt jedoch durchaus als recht laut.

Watercool-Edition der Eheim 1046-12V:
Eine ebenfalls von der Ur-Version abgewandelte Form der Eheim 1046 mit 12V-Versorgung findet sich in der Variante von Watercool.
Wie die anderen Eheim 1046-Derivate wird diese Pumpe über das PC-Netzteil mit 12V versorgt. Sie bietet einen Enlüftungsmodus und gibt ein Drehzahlsignal ans Mainboard aus. Außerdem lässt sich ihre Drehzahl über ein Potentiometer an der Rückseite manuell stufenlos einstellen. Mit einem maximalen Druck von bis zu 3,5mWs Säule gehört sie zu den stärksten Wakü-Pumpen. Sie lässt sich jedoch auch problemlos weit herunter regeln. Dies ermöglicht wie bei der Aquastream XT eine Anpassung des Geräuschniveaus auf ein angenehmes bzw. leises Level.



Inhaltsverzeichnis:
01 - Wieso überhaupt eine Wasserkühlung?
02 - Funktionsweise einer Wasserkühlung
03 - Wasser und Elektronik, vertragen sich diese Gegensätze?
04 - Was braucht man alles für eine Wakü?
05 - Wasserpumpen
06 - Pumpenvarianten
07 - Pumpen und Fragen
08 - Wasserkühler
09 - Wasserkühlervarianten
10 - Radiatoren (Wärmetauscher)
11 - Radiatoren und Lüfter
12 - Anschlüsse und Gewinde
13 - Schläuche für die Wakü
14 - Ausgleichbehälter (AB), Wasserreservoir
15 - Welches Wasser für die Kühlung?
16 - Korrosion in einer Wakü?
17 - Bietet sich eine spezielle Reihenfolge an, die man beachten muss?
18 - Wärmeleitpaste (WLP)
19 - Linkliste Wasserkühlung
20 - Changelog
21 - Link zum Mk-Forum (Wakü FAQ)



Wir machen Euch kalt ...aber leise!
Zuletzt aktualisiert: 03.09.2010




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