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Wakü-FAQ: Wasser und Korrosionsschutz
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Geschrieben: 18.01.2008 um 22:54 von

DAS MK-WASSERKÜHLUNGS-FAQ





12) Welches Wasser für die Kühlung?

12.1) Warum verwendet man demineralisiertes/entionisiertes Wasser?
In einer Wasserkühlung verwendet man demineralisiertes/entionisiertes Wasser, was fälschlicherweise sehr oft als destilliertes Wasser bezeichnet wird. Aus normalem Leitungswasser wird durch einen Ionenaustausch Deminwasser gewonnen, frei von Ionen, Salzen und Mineralien. Käuflich erwerben lässt sich dieses Wasser in Apotheken, an Tankstellen und in Baumärkten, wobei der Baumarkt dabei die günstigste Erwerbsquelle darstellt. Die Leitfähigkeit eines solchen 5 Liter-Gebindes liegt dabei um die 3-5 µS, somit ist auch ein solches Wasser sehr wohl elektrisch leitend.
Beim Einfüllen in das Kühlsystem nimmt dieses Wasser Staub und Schmutz auf, die Hinzugabe von Korrosionsschutzmitteln und auch das Beifügen von UV-Zusätzen lassen die Leitfähigkeit über die normalen Leitungswassers ansteigen. Die Aussage: "Deminwasser leitet nicht" ist schlicht falsch.
Aus genanntem Grund bitte bei sämtlichen Arbeiten am System einer Wasserkühlung darauf achten, dass die teure Hardware nicht geflutet wird, Schäden sind ansonsten vorprogrammiert!


"Destilliertes" Wasser


12.2) Warum kein Öl oder eine andere Flüssigkeit?
Seiner Wärmekapazität wegen hat sich Wasser als das am besten geeignete Medium erwiesen, auf Alkohole oder auch Öle verzichtet man dabei besser.


12.3) Wie oft muss man das Wasser wechseln?
Ein Rat vorab: Der komplette Kreislauf sollte vor der ersten Inbetriebnahme gründlich gespült werden. Durch diesen Vorgang lassen sich etwaige Fertigungsrückstände der Bauteile ausmerzen. Nach dem Befüllen mit dem fertigen Gemisch kann ein solches System mindestens 6 Monate betrieben werden, eine optische Begutachtung innerhalb der ersten Tage ist hier angeraten. Nach erwähntem oder auch längerem Zeitraum kann das Wasser getauscht oder einfach gefiltert werden. Ein simpler Kaffeefilter stellt eine preiswerte Lösung parat.


13) Korrosion in einer Wakü?

13.1) Alu und Kupfer in einem Kreislauf geht das?
Werden in einem Wasserkreislauf verschiedene Metalle verwendet, so stößt man zwangsläufig auf den Begriff der elektrochemischen Korrosion. Aluminium und Kupfer, auch andere Metalle sind daher ohne den Einsatz von Korrosionsschutz nicht dauerhaft zu betreiben. Auch bei reinen Kupfer-Kreisläufen empfiehlt sich der Einsatz eines Zusatzes, da die Anschlüsse und Verbinder in der Regel aus vernickeltem Messing gefertigt sind. Mit Verwendung von Korrosionsschutz sind hingegen keine Probleme zu erwarten, mehr dazu im folgenden Kapitel.


13.2) Korrosionsschutz
Als korrosionsschützendes Mittel kann man Kühlerfrostschutz/Korrosionsschutz aus dem Automobilbereich verwenden. Mit dem Einzug von Aluminiumbestandteilen im modernen Motorenbau wurde auch dort dieses Thema akut. Da auch der Wasserkühlkreislauf Aluminiumbauteile (oder auch andere unterschiedlich elektrisch leitende Werkstoffe) aufweisen kann, bietet sich der Einsatz eines derart preiswerten Schutzes an, so dass Korrosion beim Zusammenwirken diverser Metalle ausgeschlossen werden kann. Oft genannt und gern verwendet sind die Produkte G30, G40 und G48, jeder andere derartige Korrosionsschutz erzielt dabei aber ähnliche Wirkung. Die Beimengung sollte bezüglich des Herabsetzens der Wärmekapazität des Wassers 10% nicht überschreiten. Nahezu alle Anbieter auf dem Wasserkühlmarkt haben inzwischen ihre eigenen Mittelchen zur Vermeidung von Korrosion in der Zubehörpalette integriert, ein Preisvergleich lohnt in jedem Fall und der persönliche Vorzug entscheidet. Ein Mischen der verschiedenen Mittelchen sollte aber unbedingt vermieden werden. Bei den Additiven aus dem Automobilbereich haben sich Mischungsverhältnisse für den Wakü-Bereich bewährt die etwas geringe Konzentrationen als beim Einsatz als Frostschutzmittel empfehlenswerte erscheinen lassen.


Korrosionsschutz


13.3) Farbzusätze
Neben dem Korrosionsschutz wird aus Designgründen häufiger ein farblicher Wasserzusatz verwendet, der unter UV-Licht leuchtet und die Wasserkühlung weiter hervorhebt. Hier sind mittlerweile alle erdenklichen Farben in den einschlägigen Waküshops erhältlich. Auch hier gilt es, unbedingt die Gebrauchsanweisung und Herstellerangaben zu befolgen und die verschiedenen Mittelchen nicht untereinander zu mischen, um Ausflockung und Ablagerungen zu vermeiden, die die Kühlleistung mindert und im schlimmsten Fall zu Verstopfung führen kann, so dass eine optimale Kühlung nicht mehr gewährleistet werden kann. Viele Farbzusätze sind nur dafür geeignet Farbe in die Wasserkühlung zu bekommen und sind oftmals kein Ersatz für ein Korrosionsschutzmittel. Diese Angaben entnimmt man der Gebrauchsanweisung bzw den Artikelbeschreibungen des Herstellers, gegebenenfalls muss ein Korrosionsschutz noch extra hinzugefügt werden. Auch hier ist auf die Verträglichkeit der beiden Mittelchen zu achten. Bei einigen Farbzusätzen kann es bei dauerhaftem Einsatz unter Umständen zu Verfärbungen der Schläuche und der Wasserkühler kommen. Wer diese eventuell auftretenden Probleme vermeiden möchte, sollte gänzlich auf Farbzusätze verzichten und auf farbliche oder UV-aktive Schläuche zurückgreifen, die ebenfalls in jedem Waküshop erhältlich sind.


14) Bietet sich eine spezielle Reihenfolge an, die man beachten muss?

14.1) Gilt es eine spezielle Reihenfolge zu beachten?
Nein, es gibt keine spezielle Reihenfolge, die zu beachten wäre. Das Wasser in einer Kühlung erreicht nach dem Einschwingen der Temperatur lediglich eine Differenz von wenigen zehntel Grad, ein "Warm" und "Kalt" ist daher nicht gegeben und die Reihenfolge der verschlauchten Einbauten somit egal. Die beste Verschlauchung stellt die der kürzesten Wege dar, lediglich der Ausgleichbehälter sollte direkt vor der Pumpe betrieben werden.
Folgend ein Link zum Topic "Optimaler Wasserkreislauf" in unserem Forum.


14.2) Kann man die Kühler parallel verschlauchen?
Prinzipiell ja, in der Praxis sei davon allerdings abgeraten, da Wasser immer den Weg des geringsten Widerstandes nimmt. Kommen in einem System Kühler mit unterschiedlichen Durchflusswiderständen zum Einsatz, werden Kühler mit höherem Widerstand mit weniger Wasser versorgt und können somit nicht ausreichend kühlen.


Inhaltsverzeichnis:
01 - Wieso überhaupt eine Wasserkühlung?
02 - Funktionsweise einer Wasserkühlung
03 - Wasser und Elektronik, vertragen sich diese Gegensätze?
04 - Was braucht man alles für eine Wakü?
05 - Wasserpumpen
06 - Pumpenvarianten
07 - Pumpen und Fragen
08 - Wasserkühler
09 - Wasserkühlervarianten
10 - Radiatoren (Wärmetauscher)
11 - Radiatoren und Lüfter
12 - Anschlüsse und Gewinde
13 - Schläuche für die Wakü
14 - Ausgleichbehälter (AB), Wasserreservoir
15 - Welches Wasser für die Kühlung?
16 - Korrosion in einer Wakü?
17 - Bietet sich eine spezielle Reihenfolge an, die man beachten muss?
18 - Wärmeleitpaste (WLP)
19 - Linkliste Wasserkühlung
20 - Changelog
21 - Link zum Mk-Forum (Wakü FAQ)




Wir machen Euch kalt ...aber leise!
Zuletzt aktualisiert: 03.09.2010




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