MeisterKühler

News und Informationen

Kühlertest: Bykski CPU-XPH-B

Name: CPU-XPH-B
Hersteller: Bykski
Kategorie : CPU-Wasserkühler

 

Der Bykski CPU-XPH-B ist einer der nicht-mehr-so-geheimen Geheimtipps für günstige CPU-Kühler. Der russisch anmutende Firmenname sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich um klassische Chinaware handelt. So findet man diesen Block um 22€ auf Aliexpress oder inzwischen auch (nur wenig teurer) beim deutschen Amazon und ebay. Ob der geringe Preis auch eine mangelhafte Leistung mit sich bringt, wird sich heute auf dem Meisterkühler-Kühlerprüfstand zeigen.

Nach Barrow gesellte sich Bykski als Anbieter von Wasserkühlungsteilen auf den fernöstlichen Markt. Natürlich war von Anfang an nicht nur der asiatische Markt angepeilt, sondern eine Weltweite Vermarktung für eine breite Produktpalette. Das zeigt sich unter anderem daran, dass nicht so viele verschiedene CPU-Blöcke erschienen sind, dafür aber z.B. Mainboard- und Grafikkarten-Fullcover ins Programm genommen wurden. Der Ansatz “was EK kann, können wir schon lange” lässt sich hier leicht ablesen.

Auf unserem Kühlerprüfstand ist aber heute kein Fullcover, sondern der “CPU-XPH-B”. Er stellt Bykskis Basisversion für Mainstreamsockel dar und besteht aus einem vernickeltem Kupferboden, Plexiglasdeckel und einer Stahlblechhalterung. Durch die relativ weit auseinander liegenden G1/4-Gewinde kann die 25 Finnen gut erkennen. Ja – richtig gelesen, es sind 25 Finnen vorhanden, aber nicht wirklich Mikrofinnen. Das ist weit entfernt von dem was man bei Watercool oder sogar EK geliefert bekommt.

Und es kommt noch “besser”. Es existieren zwar Bilder unter den Produktfotos, die eine Schlitz-Düsenplatte zeigen – der Kühler wird aber ohne diese geliefert. Sie befindet sich auch nicht im Karton, für den geneigten Bastler, der etwas Flow gegen mehr Leistung eintauschen möchte. Übrig bleibt ein etwa einen Zentimeter breiter “Schlitz” der durch den Plexiglasdeckel gebildet wird, und natürlich keine Beschleunigung bewirken kann.

Bild unseres Samples

Was diese offensichtlich sparsamere Bauart zu leisten vermag, zeigt die Einzelauswertung:

Einzelauswertung als PDF

Wenig überraschend performt der Bykski-Kühler noch ein wenig schlechter als der Barrow “LTFHBX”. Und genau wie bei diesem gilt das selbe Fazit:

Natürlich wird auch er auch mit knapp über 18K Delta-T alle kompatiblen CPUs kühl genug halten. Allerdings ist man hier am Ende unserer Rangliste angekommen, und damit verschenkt ein potentieller Käufer locker vier, fünf Kelvin. Selbst alte Schätzchen wie der Heatkiller 2 sehen dagegen gut aus!

Gedrosselt auf 150 bzw. 60l/h wird die Leistung jeweils um etwas über ein Kelvin schlechter. (20.14@150l/h; 21.11K@60l/h)
Hier zeigt sich der Unterschied zur Konkurrenz noch deutlicher – der vormals erwähnte Barrow-Block schafft bei 60 Litern pro Stunde ein Delta-T von 18.52K. Das ist besser als der Bykski bei Maximaldurchfluss. Mit rund 402 Litern pro Stunde ist dieser zwar gigantisch, aber Systeme mit kleinen oder stark gedrosselten Pumpen sollte man trotzdem mit einem anderen Kühler bestücken.
Für wen ist der “CPU-XPH-B” also eine Option? Für den High-End-Enthusiasten und Overclocker eher nicht, dazu ist die Kühlleistung zu weit weg von den doppelt- und dreimal so teuren Konkurrenten. Für den Silent-Freak ist die Durchflussabhängigkeit zu groß – es gibt einfach besseres zu kaufen.

Aber urteilen wir damit nicht zu hart? Sind um die 20K Delta-T nicht immernoch genug? Ist nicht für viele die Hauptsache, dass überhaupt Wasser über die CPU läuft, und man das dank Beleuchtung und Plexiglas auch sehen kann? Mag sein. Aber all das beeindruckt den Teststand nicht – ebenso wenig wie diesen Tester.

Technische Daten:

  • Aufbau: Speedchannel-Kühler mit Schlitzdüsen und 25 Finnen
  • Material Boden: Kupfer, vernickelt
  • Material Halterung: Stahl
  • Material Deckel: Plexiglas
  • Anschlussgewinde: 2x G ¼ Zoll (DIN ISO 228-1)
  • Sockelkompatibilität:
    • Intel: 1151

Schreibe einen Kommentar

 
Zur Werkzeugleiste springen