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Stromsparguide – Stromspar-FAQ

  1. Intro
  2. Produktbeschreibung
  3. Technische Daten
  4. Mainboard und Grafikkarte
  5. Netzteile
  6. Massenspeichergeräte
  7. Peripherie
  8. Arbeitsspeicher
  9. Messtechnik
  10. Gehäuse und Kühlung
  11. Danksagung



Massenspeichergeräte

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Der Massenspeicher ist ein wichtiger Bestandteil jedes Computers. Bei Stromspar-PC müssen Festplatten und alternative Massenspeichersysteme jedoch außer der Bereitstellung der benötigten Kapazität noch weitere Voraussetzungen erfüllen. So steht natürlich auch in diesem Bereich der Verbrauch bzw. die Effizienz der Komponenten im Vordergrund. Außerdem sind Lautstärke und Geschwindigkeit hier natürlich besonders zu beachten.
Wichtig zu wissen ist in diesem Zusammenhang zunächst, dass insbesondere Festplatten beim Gesamtverbrauch keineswegs vernachlässigbar sind, wenn es darum geht ein Strom sparendes System aufzusetzen. Die üblichen 3,5″-Festplatten die sich in der Mehrzahl aller Computer wiederfinden, sind überaus gefräßig was die Stromaufnahme angeht. Ein Verbrauch pro Platte von über 10W ist keine Seltenheit sondern eher die Regel.

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Welche Bauform bei Festplatten HDDs: 3,5″, 2,5″ oder gar 1,8″?

Bei Festplatten kann man schon an der Bauform recht gut ausmachen wo Einsparpotential zu finden ist. Hier gilt in der Regel: Je kleiner das Plattenformat desto sparsamer. Weiterhin gilt allerdings im Regelfall auch: Je kleiner die Platte desto geringere Transferraten. Die Geschwindigkeitsunterschiede sind jedoch nicht so groß, dass bei Standard-Anwendungen Nachteile im Betrieb auftreten.

Die 3,5″-Bauform:

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Normale 3,5″-Platten verbrauchen je nach Drehgeschwindigkeit der Magnetscheiben (5400 U/min bis 15000 U/min) und evtl. vorhanden Stromsparmechanismen (z.B. WD Green Power) zwischen 5W und 20W. Die Zugriffsgeräusche sind hier meistens gut hörbar. Dies gilt insbesondere für leise Systeme. Geräuschdämmung erfordert für lange Haltbarkeit der Festplatten in der Regel eine aktive Kühlung. In einem Stromspar-PC bedeutet dies in der Regel zusätzlichen und unnötigen Stromverbrauch und eine weitere Geräuschquelle durch Lüfter oder Wasserpumpen. Passiv gekühlte Schalldämmgehäuse für solche Platten kosten verhältnismäßig viel.
Wer wegen der sehr hohen Kapazitäten im Terrabyte-Bereich trotzdem auf 3,5″-Platten setzen will, sollte nach Platten ausschau halten, die in der Lage sind sich selbst in einen Sparmodus zu versetzen.

Die 2,5″-Bauform:

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Unter den 2,5″-Platten fällt es schwer Vertreter zu finden die mehr als 2,5W aus dem Netzteil zapfen. Die meisten 2,5″-Modelle lassen sich z.B. problemlos mit der Leistung die ein Standard USB-Port bietet (2,5W) betreiben. Besonders sparsame Modelle verbrauchen ca. 1W.
Die 2,5″-Bauform ist momentan sicher die geeignetste für Stromsparrechner, da diese sog. Notebookplatten inzwischen durchaus mit ausreichenden Kapazitäten ausgestattet sind und zu moderaten Priesen gehandelt werden. Mit Einführung der SATA-Schnittstelle sind auch keine Anschlussadapter mehr für die kleinen Platten nötig. Normale SATA Strom- und Datenkabel können hier verwendet werden.
Außer den geringen Variationen beim Verbrauch bestehen die Unterscheide bei den 2,5″-SATA Festplatten in der Regel lediglich hinsichtlich in der Geräuschentwicklung. Diese fällt jedoch fast immer deutlich geringer aus als bei leisen 3,5″-Modellen aus.

Die 1,8″-Bauform und Microdrives:

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1,8″-Festplatten und IBMs Microdrives sind nach wie vor Exoten unter den Festplatten. Für extreme Stromsparer ergeben sich hier zwar unter Umständen noch kleine Vorteile hinter der Kommastelle im Verbrauch sowie eine nochmals leicht reduzierte Geräuschkulisse. Hinsichtlich des Preis/Leistungs-Verhältnisses sind solche Festplatten aber nicht besonders empfehlenswert. Zudem kommt man hier in der Regel nicht um Anschluss-Adapter herum. Für Platten im CF-Format (Microdrives) sind oft sogar noch zusätzliche Controller notwendig, die evtl. vorhandene Verbrauchsvorteile schnell wieder ausgleichen.

SSDs

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Eine im Massenmarkt recht neue Erscheinung sind die sog. SolidStateDrives. Obwohl häufig fälschlicherweise von “SolidStateDisks” gesprochen wird, basieren diese Massenspeicher nicht wie Festplatten auf rotierenden Magnetscheiben als Datenträger, sondern auf Halbleiterchips in Form von Flash-Speicher in NAND-Logik (NAND-Flash).
Im Prinzip sind SSDs technisch vergleichbar mit den heute sehr beliebten USB-Sticks. Anders als bei USB-Sticks kommt in SSDs jedoch sehr schneller Flash-Speicher mit hohen Kapazitäten und ausgeklügelteren Controller-Chips zum Einsatz. Zudem haben SSDs in der Regel Schnittstellen für den stationären Betrieb im PC (meist SATA-II). Gemeinsam haben alle SSDs momentan noch recht hohe Preise. Außerdem sind verglichen mit Festplatten nur geringe Kapazitäten verfügbar. Dieser Zustand ändert sich jedoch zunehmend mit ihrer Verbreitung im Massenmarkt. Sieht man sich die allgemeinen Vorteile von SSDs gegenüber herkömmlichen Festplatten an, so erscheint das hohe Preisniveau nicht mehr so abwegig:

  • völlig lautloser Betrieb
  • relativ geringer Stromverbrauch
  • sehr hohe Transferraten beim lesen und schreiben möglich (modellabhängig)
  • ~1000fach höhere Beständigkeit gegen mechanische Schocks
  • keine mechanischen Verschleißteile


MLC- oder SLC-Bestückung?

Bei SSDs bestehen auf dem Papier derzeit noch starke Unterscheide zwischen den verschiedenen Modellen was die Zuverlässigkeit bzw. Datenverfügbarkeit bei Daueranwendungen und insbesondere als Ersatz für System-Platten angeht.
Man unterscheidet hier SSDs die mit MLC- (MultiLayerCell) oder SLC-Chips (SingleLayerCell) bestückt sind.
Allgemein wird den MLC-Chips eine signifikant niedrigere ertragbare Anzahl an Schreib-/Lese-Zyklen zugeschrieben als SLC-Chips. Dem Problem der nicht unbegrenzten Haltbarkeit einzelner Speicherzellen innerhalb der Chips wird in beiden Fällen jedoch durch intelligente Controllerchips begegnet.
Diese stellen sicher, dass alle Speicherzellen ner SSD im Laufe der Zeit mit ähnlich vielen Schreib-/Lese-Zyklen belastet werden. Rechnet man die Herstellerangaben zur Lebensdauer von SSDs mit SLC- aber auch MLC-Bestückung unter realistischen Betriebsbedingungen in Betriebsjahre um, so kommt man auf Lebensdauern die ein normaler PC wohl nie erreichen wird.

 

M.2 SSDs

  • Theme under construction

Stromspareignung von SSDs

Solange SSDs noch nicht weit verbreitet sind, lassen sich schwer allgmeingültige Aussagen über ihre Effizienz machen. Festhalten kann man jedoch, dass SSDs egal welcher Gehäusebauform eher in Verbrauchsregionen von 1,8″ und 2,5″-Festplatten liegen (manche evtl. sogar darunter). Gegen den Einsatz in Stromspar-PC spricht daher außer dem Preis und eventuellen Vorbehalten bezüglich der Haltbarkeit erst einmal nicht viel. Bei MLC-SSDs sollten User aber in jdem Fall darauf achten, dass das SSD einen qualitativ hochwertigen Controller enthält. Welche Controller empfehlenswert sind und welche nicht, lässt sich am besten mit einer konkreten Frage im Forum beantworten!

  • Optische Laufwerke

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Standard 5,25″ DVD-Laufwerk

In der heutigen Zeit sind optische Laufwerke obsolet geworden. Wer jedoch noch eines dauerhaft verwendet, sollte den Verbrauch der Laufwerke beachten. Die ganz großen Brummer untern den Laufwerken in PCs stellen herkömmliche CD/DVD-Laufwerke und -Brenner in der üblichen 5,25″-Bauform dar. Ungeachtet ihrer Größe gehören optische Laufwerke jedoch meist nicht zu den Großverbrauchern in PCs. Nichts desto trotz lohnt hier sich im Hinblick auf die Lautstärke aber auch wegen der Stromspar-Fähigkeiten des PC ein genauerer Blick auf mögliche Alternativen und Umgehungsmöglichkeiten.
Zunächst sollte man aber wissen, dass normale optische Laufwerke unabhängig davon ob es sich um Brenner oder reine Leselaufwerke handelt bis max. 15W im Betrieb verbrauchen können (Ausnahmen bestätigen diese Regel). Wird jedoch keine Datenscheibe geschleudert, so ist der Ruheverbrauch der Geräte in der Regel nicht weiter erwähnenswert. Unrühmliche Ausnahmen gibt es hier zwar mit Sicherheit auch, aber verlässliche Daten in Form von Tests und Verbrauchslisten liegen (noch) nicht vor.

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SlimLine DVD-Laufwerk

Eine Alternative zu den üblichen 5,25″-Geräten bieten auch bei den optischen Laufwerken die entsprechenden Pendants aus dem Mobil-Bereich. Die sogenannten SlimLine-Laufwerke zeichnen sich dadurch aus, dass lediglich die allernötigste Mechanik vorhanden ist. Zudem sind sie auch was den Verbrauch angeht in der Regel ihren großen Verwandten überlegen. Niedrige Lese- und Schreibgeschwindigkeiten, meist hohe Preise und schlechte Einbaumöglichkeiten in Standard-Gehäuse machen sie jedoch häufig unattraktiv. Hinzu kommt bei den meisten Geräten noch, dass spezielle Adapter für den Anschluss an die normalen SATA- oder IDE-Schnittstellen des Mainboards benötigt werden, welche auch preislich durchaus zu Buche schlagen können.

Wer selten ein optisches Laufwerk nutzt und die maximale Sparquote erreichen will ist dennoch gut beraten zu einem SlimLine-Laufwerk zu greifen.
Eine noch sparsamere Alternative können hier Slimline-USB-Geräte bieten die nur bei Bedarf angesteckt werden. Bei der Installation des Betriebssystems ist diese Variante jedoch oft ein Stolperstein.

 

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Comments

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